AmbientConsult erhält Architekturauszeichnung - ICONIC AWARD 2026 „Best of Best“

Internationale Auszeichnung für die klimaaktive Neugestaltung eines öffentlichen Verwaltungsgebäudes in Niederösterreich

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Mit der Neugestaltung des Vorplatzes und der Vertikalbegrünung der Bezirkshauptmannschaft Neunkirchen hat das Landschaftsarchitekturbüro AmbientConsult aus Waidhofen an der Ybbs und Aschbach-Markt einen der höchstdotierten internationalen Architektur- und Designpreise erhalten: den ICONIC AWARD 2026 in der Kategorie „Surface and Facade“ als „Best of Best“. 

Die ICONIC AWARDS werden vom German Design Council vergeben und zeichnen herausragende Leistungen an der Schnittstelle von Architektur, Design, Kommunikation und Konzept aus. 2026 gingen rund 800 Einreichungen aus mehr als 45 Ländern ein. 
Die feierliche Verleihung fand am 6. Oktober 2026 in der BMW Welt in München statt, wo rund 500 Vertreter:innen aus Architektur, Immobilienwirtschaft, Industrie, Presse und Design zusammenkamen.

Für AmbientConsult ist die Auszeichnung zugleich ein Beleg für den eigenen Anspruch: Landschaftsarchitektur nicht als dekorative Ergänzung, sondern als aktiven Beitrag zu Klimaanpassung, Wassermanagement und lebenswerten öffentlichen Räumen zu verstehen. Das Büro ist an den Standorten Aschbach-Markt und Waidhofen an der Ybbs tätig und arbeitet seit 2006 international.

10 Fragen an AmbientConsult

1. Was bedeutet Ihnen der ICONIC AWARD 2026 „Best of Best“?
Er bestätigt, dass klimaaktive Landschaftsarchitektur international sichtbar ist und wirkt. Für uns ist er Ansporn, nachhaltige, praktikable und gestalterisch überzeugende Lösungen weiterzuentwickeln.

2. Warum wurde gerade das Projekt in Neunkirchen ausgezeichnet?
Weil es mehrere Themen verbindet: Entsiegelung, Regenwassernutzung, Vertikalbegrünung, Kühlung und qualitative Gestaltung eines öffentlichen Verwaltungsraums. Es ist kein isoliertes Grünprojekt, sondern ein funktionierendes Klimasystem.

3. Was macht einen guten Landschaftsarchitekten aus?
Zuhören, vor Ort genau hinschauen, ökologische Zusammenhänge verstehen und zugleich belastbare, realisierbare Details entwickeln. Gute Landschaftsarchitektur verbindet Nutzen, Ästhetik, Technik und Verantwortung gegenüber kommender Generationen.

4. In welcher Region ist AmbientConsult tätig?
Unser Büro ist in Aschbach-Markt und Waidhofen an der Ybbs beheimatet. Wir planen in ganz Österreich öffentliches sowie private Projekte und sind seit Jahren auch international tätig.

5. Was umfasst euer Planungsfeld?
Von der Gartengestaltung, Landschaftsarchitektur, Landschaftsplanung, Naturschutzplanung, Planung von Tourismusinfrastruktur und Freizeiteinrichtungen, Umweltpädagogik bis hin zu gutachterlichen Tätigkeiten im Umweltbereich – von der Beratung über die Planung bis zur Realisierung. 

6. Welche Rolle spielt Klimaanpassung in euren Projekten?
Eine zentrale. Wir denken Begrünung, Beschattung, Entsiegelung, Regenwasser, Boden und Mikroklima von Beginn an gemeinsam. Ziel sind Räume, die im Sommer nutzbar bleiben und ökologisch wertvoll sind.

7. Warum ist Vertikalbegrünung mehr als eine grüne Fassade?
Sie ist ein aktives Bauelement das wenig Grundfläche verbraucht. Sie beschattet, kühlt, verbessert das Raumklima, reduziert Oberflächentemperaturen und stärkt die Biodiversität auf sonst ungenutzter Fläche. Entscheidend sind jedoch Standort, Bepflanzung, Bewässerung und langfristige Pflege.

8. Was war die größte Herausforderung bei der BH Neunkirchen?
Ein robustes, dauerhaft funktionierendes System zu entwickeln, das gestalterische Qualität, technische Zuverlässigkeit, Pflege- und Wassermanagement und den Alltag einer stark frequentierten Behörde verbindet.

9. Als einziges österreichisches Büro habt ihr diesen weltweit anerkannten Preis erhalten – was bedeutet das für die Region?
Es zeigt, dass aus Niederösterreich heraus Projekte mit internationaler Strahlkraft entstehen können. Die Auszeichnung stärkt auch das Bewusstsein dafür, dass Klimaanpassung vor Ort beginnt: im öffentlichen Raum, an Gebäuden und in Gemeinden.

10. Welche Projekte wünscht ihr euch künftig?
Projekte, in denen Landschaft, Wasser und Gebäude als ein System gedacht werden: Schulen, Gemeindezentren, Verwaltungsgebäude, Parks, touristische Räume und bis zum Privatgarten – überall dort, wo gute Gestaltung messbar zur Lebensqualität und Klimaresilienz beiträgt.