Die Neugestaltung des Marktplatzes in St. Leonhard am Forst versteht sich als Symbiose aus historischer Identität und zukunftsweisender Freiraumplanung. Leitmotiv ist die „Allee“ als vertikales Ordnungselement, deren Baumreihen den namensgebenden Forst zitieren und Sichtachsen bewusst inszenieren.
Das horizontale Pendant bilden amorphe Gestaltungsinseln, die als abstrahiertes Abbild der umgebenden Kulturlandschaft fungieren. Diese leicht modellierten Inseln dienen als multifunktionale Milieus: Sie integrieren klimaresiliente Pflanzzonen, Sitzkanten, Wasserflächen und geschützte Aufenthaltsbereiche. Historische Landmarken wie der Pranger erhalten durch gezielte Freiraumsetzung eine neue Repräsentativität. Das Projekt vereint Ästhetik und Funktionalität zu einem sozialen Medium, das Aufenthaltsqualität, sanfte Verkehrsleitung und ökologische Wirksamkeit harmonisch vereint.